Klassenkrimi

Wer ist wohl der SIM-Karten-Mörder? Handelt es sich um einen „Mörder“ von SIM-Karten oder gar um einen echten Mörder? 

Diese Fragen werden in den folgenden Geschichten der Deutschgruppe aus der Klasse 7a beantwortet. Alle Krimiautoren hatten die Wahl zwischen zwei Anfängen, die von einem Beitrag aus der „Berner Zeitung“ stammten. 

Was daraus geworden ist, zeigen die folgenden Geschichten:

Ariane Z. (PDF 57 KB)
Christina H. (PDF 120 KB)
Daniela H. (PDF 120 KB)
Dominic (PDF 166 KB)
Jasmin W. (PDF 143 KB)
Lia A. (PDF 162 KB)
Lukas W. (PDF 147 KB)
Marco B (PDF 132 KB)
Noemi K. (PDF 147 KB)
Sandra H. (PDF 142 KB)
Sara S. (PDF 441 KB)
Selina M. (PDF 165 KB)
Thomas R. (PDF 86 KB)
Thomas S. (PDF 84 KB)

Natürlich ist es verrückt, alleine loszuziehen, aber wer würde mir schon glauben. All die Meldungen in letzter Zeit haben mich dennoch in meinem Verdacht bestärkt....

Ich überquere mit grossen Schritten den Platz und gehe zielstrebig auf die unbewohnten Blöcke zu, in denen noch immer der alte Hauswart lebt. Es scheint alles sonnenklar: Den tattrigen Mann verdächtigt niemand, und keiner weiss, was genau mit den Menschen passiert ist, die verschwunden sind und schliesslich völlig verändert wieder auftauchten und sich an nichts erinnern konnten. Ich quäle mich die Treppenstufen hoch, die Hauswartstür steht eine Handbreit offen. Es muss eine ganze Weile her sein, dass jemand diese Türe geölt hat, denke ich, als ich sie aufstosse. Abgestandene Luft weht mir entgegen. Und plötzlich höre ich einen dumpfen Schlag. Was war das? Der Gestank nimmt mir fast den Atem. Ich ziehe die Kapuze vor meine Nase und Mund. Ich betrete den Raum. Alles ist  total vergammelt und auf dem Tisch steht verschimmelter Käse. Aber dieser Geruch kommt nicht vom Käse, denn diesen Geruch kenne ich nun zu gut von zu Hause.

Verstohlen blicke ich mich um. Auf einmal fällt mir die rot abgeschabte Tür auf, die rechts neben der Küche steht. Ich öffne die Tür und lasse sie wieder zuschlagen. Ganz klar, dies ist der dumpfe Schlag von vorhin. Ich öffne die Tür erneut und schaue hinaus. Eine Türe rechts und eine Treppe, die nach oben führt. Zuerst entscheide ich mich für die Tür. Mist, abgeschlossen. Ich greife in meine Hosentasche und nehme meinen Draht hervor. Da ich sehr geübt bin, bringe ich die Tür ruckartig auf. Hier drinnen riecht es noch viel schlimmer und es ist stockdunkel. Doch es ist ein kleiner Raum, denn ich sehe die Wand. Ich drücke auf den Lichtschalter. Glühbirne defekt. Ich zünde mein Feuerzeug an und schaue auf den Boden. Mir gefriert das Blut in den Adern zusammen. Eine junge Frauenleiche! Völlig weiss mit einem roten Einschnitt am Hals! Sofort verlasse ich den Raum und kaum bin ich draussen, muss ich auch schon erbrechen. Obwohl mir total schlecht ist, steige ich dennoch die Treppe hinauf. Moment! Was war das für ein kleiner Chip neben der Frau? Nochmals nehme ich allen Mut zusammen, steige die Treppe wieder hinunter und öffne erneut die Tür. Vorsichtig taste ich nach dem Chip. Es ist eine SIM-Karte. Was mir auffällt, ist der mit Stift gezeichnete rote Punkt. Schnell stecke ich die Karte in meine Jackentasche und springe die Treppe erneut hoch. Oben ist wieder eine Tür. Diesmal ist sie nicht abgeschlossen. Die Tür führt aufs Dach des Blocks. Ich steige ans andere Ende des Daches. Eine lange Leiter führt hinunter zur Strasse. Weiter vorne sehe ich noch Herrn Schüpmann, den Hauswart wegrennen. Och Mist, er ist entwischt! Schnell laufe ich wieder die Treppe hinunter, durch die stinkende Wohnung herunter in den Keller. Irgend etwas sagt mir, dass ich dort unten etwas finden werde. Ich betrete den feuchten Keller und schalte das Licht an. Vorne an der Wand steht ein Computer. Ich schalte ihn an. Neben dem Computer steht auf einem kleinen Tisch ein kleines Gerät. Mir ist unklar, wofür es dient. Der Computer ist aufgestartet, Ich öffne das Mailprogramm. Kein Mail, welches irgendwie verdächtig sein könnte. Ich will gerade das Programm schliessen, als mir der kleine rote Punkt zum Anklicken unten rechts im Bild auffällt. Es ist genau so ein Punkt wie der auf der SIM-Karte der Frau. Langsam klicke ich auf den Punkt. Ein neues Fenster springt auf. Viele Nummern sind aufgelistet. Hinter den Nummern steht jeweils "missglückt" oder "geglückt". Was hat das zu bedeuten? Ich nehme die SIM-Karte aus meiner Jackentasche und lese die Nummer, die darauf steht. Ich schaue im Computer nach der Nummer. Da! Und hinten dran steht: Missglückt!

Die Frau ist ja tot, das heisst, bei jeder Nummer auf der missglückt steht, gibt es eine Leiche! O mein Gott! Ohne den Computer herunterzufahren, verlasse ich den Keller und den Block und laufe, so schnell ich kann nach Hause. Dort nehme ich sofort das Telefon und wähle Pits Nummer. " Du glaubst wirklich, dass es Herr Schüpmann ist, der mit der Sache zu tun hat?", fragt Pit, nachdem ich ihm alles erzählt habe. " Ja, wieso war denn sonst die Leiche in seiner Wohnung?" "Hör zu, lass und das nachher zu Ende besprechen, ich bin in 15 Minuten bei dir!", sagt Pit und legt auf. 17 Minuten später klingelt es!

Zusammen machen wir uns auf den Weg zum Block von Schüpmann. Vor seiner Tür bleiben wir stehen. Sie ist zu. Er muss also da sein. "Ja, und was nun?", fragt Pit verunsichert. "Komm mit!", befehle ich und laufe vor ihm die Treppe hinunter zum Keller. Der Computer ist noch aufgestartet. Ich zeige Pit, was ich herausgefunden habe. "Und wofür ist das hier?", fragt mich Pit und zeigt auf das Gerät. "Das habe ich auch noch nicht herausgefunden. Moment mal, gib mir deine SIM-Karte." Pit nimmt sein Handy, macht es auf und gibt mir seine Karte. Ich stecke die Karte oben in das Gerät und ein kleines Fenster im Computer geht auf. Alle Daten, die Pit auf seinem Handy gespeichert hat, sind aufgelistet. "Ist ja krank! So kommt er also an seine Opfer ran!", stelle ich mit offenem Mund fest. " Lass und hier verschwinden, der kann jeden Moment hier runter kommen!", sagt Pit ängstlich und packt mich am Arm. "Spinnst du? Jetzt wo wir so nah dran sind! Hier, im Terminkalender kann er schauen, wann und wo du bist!", stelle ich fest. Auf einmal wird die Tür hinter und zugeschlossen. Ich springe auf und rüttle an der Tür. "Aufmachen! Sofort aufmachen"! Pit lässt sich auf den Stuhl fallen und seufzt. "Na toll! Habe ich es dir nicht gesagt?", sagt er verärgert. Ich mache mir nichts draus und schaue mich im Raum um. "Wo führt denn die Tür dahinten hin?", frage ich Pit und deute mit dem Kopf auf die Tür. Pit schaut zur Tür. "Woher soll ich denn das wissen? Ist das meine Wohnung hier?", sagt er und geht zur Tür. "Schau, ob sie abgeschlossen ist!", befehle ich ihm und gehe auch zur Tür. Pit drückt die Klinke hinunter. Abgeschlossen. Wieder nehme ich meinen Draht und öffne die Tür. Zusammen betreten wir den holzigen Raum. Pit macht Licht. Rechts im Raum steht eine grosse Maschine mit einer Röhre, in die reinstehen muss. "Wahrscheinlich ist das die Maschine, mit der Schüpmann die Menschen völlig verändert!", meine ich und drücke auf der Maschine den Knopf "ON". Durch die Röhre geht ein Gas, welches sich nach zwei Minuten wieder auflöst. Pit stösst mit dem Bein gegen die Maschine. " Er betreibt also 'ne Art  Schwarzmarkt, in dem er Expriemente  macht und so an sein Geld kommt!", meint er. " Und wieso die Leiche? Sie wurde erdrosselt", sage ich und schaue Pit an. " Sie muss sich wohl gewehrt haben. Ich rufe die Polizei!", sagt Pit entschlossen und holt seine SIM-Karte aus der Maschine neben dem Computer.

Herr Schüpmann wird festgenommen und alles wird auf dem Revier aufgeklärt.

Tatsächlich kam er durch die SIM-Karten an seine Opfer ran. Und es waren keine Expriemente, sondern Herr Schüpmann ist total geistig verrückt und will sich so an allen rächen. Die Leiche, die ich gefunden habe, war seine 20 Jahre jüngere Freundin, die herausgefunden hat, was er mit den Menschen anstellt!  Die anderen "Missglückten" waren nur solche, die er nicht gefunden hat. Wieso ist denn die SIM-Karte von der Leiche trotzdem im Computer? Er wollte sie anfangs ebenfalls verändern, damit sie schweigt! Diese hat sich aber stark gewehrt!

Pit und ich reden immer noch über den Schüpmann, der wir jetzt "SIM-Karten-Mörder" getaft haben. Die Maschine ist zerstört und die Opfer sind geheilt. Der Block von Schüpmann wird jetzt abgerissen.

Der SIM-Karten-Mörder bekommt LEBENSLÄNGLICH!!!!

SELINA MOSER

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